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Rhein-Sieg-Anzeiger vom 03.02.2012:
SCHULGRÜNDUNGEN: Gemeinsam über die Hindernisse
Nur wenn bis Ende Februar eine bestimmte Anzahl Kinder für die neuen Schulformen anmeldet werden, gibt es aus dem
Kölner Regierungspräsidium grünes Licht für die endgültige Genehmigung der beiden Bildungseinrichtungen.
WINDECK/EITORF - Die Gründung der Gesamtschule Windeck und der Sekundarschule Eitorf liegt nun in der Hand der Eltern
an der Oberen Sieg. Denn nur wenn zwischen dem 13. und 29. Februar 100 Windecker Kinder für die Gesamtschule und 75
Eitorfer Kinder für die Sekundarschule angemeldet werden, gibt es aus dem Kölner Regierungspräsidium grünes Licht für
die endgültige Genehmigung der beiden Schulen. Das grundsätzliche "Okay" für die Schulgründungen hatdas Düsseldorfer
Schulministerium bereits am Donnerstag verkündet.
Dass die Kölner Behörde die Gesamtschule Windeck auf den Weg bringen will, unterstrich Dezernentin Heidi Scheffel. In
der Rosbacher Hauptschule, an der nach dem Willen von Gemeinderat und Verwaltung im Sommer die ersten Kinder eingeschult
werden sollen, stellte sie die kommissarische Schulleitung vor. Melanie Böttmann, zweite Konrektorin in Niederkassel,
und ihr Vertreter Frank Sauerzweig, Studienrat aus Hennef, stehen bereit, um im Sommer mit dem Aufbau der Gesamtschule
in Windeck zu beginnen. Das Anmeldeverfahren leiten zwei oberbergische Gesamtschulleiter, Dieter Ströhmann aus
Reichshof-Eckenhagen und Michael Jäger aus Gummersbach-Derschlag. "Mindestens einer von uns Vieren ist während der
Anmeldezeiten immer da", versicherte Ströhmann.
Rein rechnerisch gehen derzeit alle Beteiligten von der Gründung der Gesamtschule Windeck aus. Schon während der
Beratungen war immer darauf verwiesen worden, dass die Gemeinde trotz Demografiewandel auch künftig ausreichend Schüler
für eine eigene Gesamtschule hat. Entscheidend aber ist die Zahl der Anmeldungen in den kommenden Wochen.
Beratung ohne Ergebnis
Um die Schule auch für den Fall zu sichern, dass der eine oder andere Windecker Schüler am Ende doch noch fehlt, wird
nach Informationen des "Rhein-Sieg-Anzeiger" zwischen Windeck, der Nachbargemeinde Eitorf und dem Kölner
Regierungspräsidium verhandelt. Am Ende könnte eine Vereinbarung stehen, dass Windeck Eitorfer Schüler in der eigenen
Gesamtschule, Eitorf im Gegenzug Windecker Schüler in der ebenfalls für den Sommer geplanten Sekundarschule aufnimmt. In
diesem Fall dürften die Kinder bei der entscheidenden Zählung jeweils berücksichtigt werden, die über die Schulgründungen
entscheidet. Eitorf braucht für die Sekundarschule mindestens 75 Schüler. Gestern verhandelten Abgesandte der Gemeinde
Eitorf bis in den Abend hinein im Kölner Regierungspräsidium - mit offenem Ergebnis, die Beratungen wurden vertagt. Für
die Gemeinde Windeck steht bei dem Anmeldeverfahren das gesamte Schulsystem auf dem Spiel. Der Hauptschule in Rosbach
droht das Aus wegen schon jetzt knapper Schülerzahlen. Die Realschule in Herchen kann derzeit nicht über mangelnde
Nachfrage klagen. Allerdings wird dort pro Jahr eine komplette Klasse Eitorfer Schüler unterrichtet, die demnächst zur
eigenen Sekundarschule abwandern könnten. Mittelfristig sei dann auch die Realschule allein nicht mehr lebensfähig,
argumentieren Rat und Verwaltung in Windeck.
Entsprechend werben derzeit alle Parteien für die neue Gesamtschule, die von der Klasse fünf bis acht in Rosbach sowie
neun bis dreizehn in Herchen untergebracht werden soll. www.windeck-bewegt.de
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