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Rhein-Sieg-Anzeiger vom 19.12.2011:

FLUGLÄRM: Gegen den Lärm von oben

Bereits 1800 Menschen haben in Hennef gegen den krank machenden Fluglärm unterschrieben, in Siegburg schon 800. Nun wollen auch die Lohmarer ihrem Protest mit einer Unterschriften-Aktion Ausdruck verleihen.

RHEIN-SIEG - In Hennef haben es bereits 1800 Menschen getan, in Siegburg binnen einer Woche 800 Frauen und Männer. Und jetzt können auch die Lohmarer mit ihrer Unterschrift gegen den krank machenden nächtlichen Fluglärm des Köln-Bonner Flughafens protestieren. Mit dieser Aktion will die Lärmschutzgemeinschaft ihrer Forderung nach einem gesunden und erholsamen Nachtschlaf Nachdruck verleihen. Denn CDU und FDP hatten in ihrer Verantwortung als Landesregierung dem Flughafen einen Freibrief für den Flugbetrieb zu nachtschlafender Zeit bis in das Jahr 2030 ausgestellt.

Die Parteifreunde der CDU an der Basis bekämpfen diesen einseitig auf die Interessen der Touristik- und Logistikkonzerne ausgerichteten Kurs ihrer NRW-Kollegen, unter anderem vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster. Eine Ausnahme unter den Landtagsabgeordneten der CDU ist Michael Solf aus Siegburg: Er stimmte in Düsseldorf nicht mit seiner Fraktion und bezog klar Position gegen die Nachtflüge ein. Und so zählt Solf zu den ersten Unterzeichnern der Siegburger Liste gegen den Nachtfluglärm. Bürgermeister Franz Huhn, ebenfalls CDU, hat seinen Namen symbolisch und aus persönlicher Überzeugung als erster eingetragen, als die Aktion in der vergangenen Woche in der City anlief.

Hoffen auf Solidarität

Lohmar, Siegburg und Hennef zählen zu den Städten, die am heftigsten vom Fluglärm in der Nacht betroffen sind. Einzelne Flieger, vor allem alte schwerfällige Frachtmaschinen, sorgen in den Wohnviertel für einen Krach, der so laut ist wie ein Presslufthammer. Und das rund um die Uhr.

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