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Bündnis 90/Die Grünen Eitorf

 


EXTRA-Blatt vom 13.12.2011:

Satzung mit Verfalldatum: Tarife für öffentliche Leonardo Nutzung

Eitorf (rd). Mehrkosten von 25.000 Euro billigte der Hauptausschuss 2009, um das Forum im Naturwissenschaftlichen Zentrum des Siegtal-Gymnasiums über schulische Zwecke hinaus für öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 700 Besuchern nutzbar zu machen.

Hintergrund war die Entlastung der Siegparkhalle einerseits, eine Entlastung für Vereine von den hohen Kosten für die Umrüstung der Sporthalle zu Veranstaltungszwecken und die Schaffung einer attraktiven zusätzlichen Spielstätte für kulturelle Angebote andererseits. Einsparungen von 600 bis 700 Euro pro Veranstaltung hatte die Verwaltung damals in Aussicht gestellt. In der Sporthalle muss jeweils ein Veranstaltungstechniker( rund 300 Euro) die Bühne abnehmen, das Verlegen eines Schutzbodens wird mit 300 bis 400 Euro kalkuliert.

Beides kann im Forum entfallen. Irritiert reagierte daher jetzt der Hauptausschuss auf den Tarifvorschlag des Bürgermeisters für die Nutzung des Leonardo. Orientiert an den Tarifen der Siegparkhalle soll die Tagesmiete 600 Euro betragen, mit weiteren 800 Euro die Bedienung der Technik und die Reinigung von Forum und Küche durch Fachfirmen zu Buche schlagen. Bei diesen Kosten sei keine Resonanz zu erwarten, prognostizierte Sascha Liene (FDP).

Die Gebühren in Nachbarkommunen seien weit geringer, ein Abwandern von Veranstaltungen und damit ein kultureller Attraktivitätsverlust zu befürchten. Ähnlich reagierten seine Ratskollegen aus SPD und BFE, lediglich Andreas Sonntag (CDU) hielt die Tarife der gehobenen Raumausstattung angemessen. Dieter Tentler, verantwortlich für das Gebäudemanagement, betonte, die Tarife deckten lediglich die realen Kosten.

Die Reinigung müsse aus organisatorischen wie hygienischen Gründen über eine Fachfirma erfolgen, die empfindliche Technik könne nicht Laien überlassen werden. Gemeindliches Personal stünde weder für das Eine noch das Andere zur Verfügung. Bei Auslastung des Forums bedeuteten die Nebenkosten einen nur geringen Aufschlag auf Eintrittspreise. FDP-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Gräf verlangte dennoch eine Überarbeitung der Vorlage, sein Fraktionskollege Klaus Kemmler Lösungen statt Erklärungen für Probleme.

Bürgermeister Dr. Rüdiger Storch bat darum, wenigstens vorläufig eine Vermietung auf Basis des Tarifentwurfs zu gestatten, wollte sich aber nicht festlegen, bis wann eine Neufassung erstellt werden könnte. Das war dem Ausschuss zu vage, daher verabschiedete er die provisorische Richtlinie auf Anregung von Sascha Liene mit einem Verfallsdatum zum 30. April 2012.

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