Rhein-Sieg-Rundschau vom 30.08.2010:
Familienroutennetz - Radwege sind ein Wirtschaftsfaktor
Für das Projekt "Rad Region Rheinland" hat das Land Nordrhein-Westfalen dem Rhein-Sieg-Kreis 186.800
Euro bewilligt. Mit diesem Geld soll ein Leitsystem erhalten werden, das Freizeitradrouten im Kreisgebiet
durchgängig ausschildert.
RHEIN-SIEG-KREIS - Der Leiter des Planungsamtes des Rhein-Sieg-Kreises, Dr. Mehmet Sarikaya, zeigt sich
erfreut: Selbst am viel befahrenden Siegtalradweg gebe es längere Teilstücke, die nur unzureichend
ausgeschildert seien.
Im Jahr 2005 sind die wichtigsten Alltagsrouten - Verbindungen zwischen größeren Orten, ins Stadtzentrum
und zu Bahnhöfen - beschildert worden. Nur zum Teil wurden damals allerdings touristische und für den
Freizeitverkehr interessante Routen berücksichtigt. Mit der "Regionale 2010" wird die Region Köln / Bonn
durch das Projekt "Rad Region Rheinland" nun radtouristisch weiterentwickelt.
Kernstück des Projektes ist das Familienroutennetz, das im Rhein-Sieg-Kreis 630 Kilometer lang ist und
in der gesamten Region 2.300 Kilometer umfasst, wovon rund die Hälfte noch beschildert werden muss. Nicht
zuletzt gilt der touristische Radverkehr auch als Wirtschaftsfaktor. Laut einer Studie des Deutschen
Tourismusverbandes gibt es in Deutschland derzeit rund 22 Millionen Übernachtungen, die in Verbindung mit
einer Fahrradreise stehen. Hinzu kommen rund 153 Millionen Tagesausflüge mit dem Fahrrad.
Das Projekt, das mit den Städten Köln, Bonn, Leverkusen sowie den Kreisen Rhein-Erft, Rhein-Berg und
Oberberg koordiniert werden muss, wird federführend von der Stadt Köln betreut. Die Gesamtkosten für die
Beschilderung liegen im Rhein-Sieg-Kreis bei 266 900 Euro, der Eigenanteil des Kreises beträgt 80 100
Euro. (dst)
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