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Bündnis 90/Die Grünen Eitorf

 


Rhein-Sieg-Rundschau vom 03.08.2010:

Abwassersammler - Kanalröhre wächst unter Tage weiter

Rote Laserstrahlen schießen durch eine grün schimmernde Röhre, die ins dunkle Nichts zu führen scheint. Wer Eitorfs jüngstes Großbauwerk betritt, fühlt sich wie in einem Science Fiction-Roman. Fünf Meter in der Tiefe befindet sich der neue Abwassersammler.

EITORF - Rote Laserstrahlen schießen durch eine grün schimmernde Röhre, die ins dunkle Nichts zu führen scheint. Wer Eitorfs jüngstes Großbauwerk betritt, fühlt sich wie in einem Science Fiction-Roman. Doch nicht in die unendlichen Weiten des Weltraums, sondern fünf Meter in die Tiefe führt die Exkursion der Gemeindewerke.

Der Bau des neuen Abwassersammlers hat seine spektakulärste Phase erreicht. Während in den bisherigen Abschnitten von Harmonie bis in die Ortsmitte die L 333 aufgebuddelt wurde, um die bis 2,60 Meter dicken Rohre zu versenken, wächst der Kanal jetzt unter Tage weiter von Kurscheid s Eck in die Poststraße. Mehr als 90 Meter sind bereits geschafft. Vor dem Rewe-Markt befindet sich die Pressgrube. Vier Zylinder treiben dort die Röhre mit 350 Tonnen Druck vorg. Etwa vier Stunden dauert es, bis ein drei Meter langes Teilstück im Erdreich verschwunden ist. An der Spitze gräbt eine Maschine den Weg frei. In einer Lore wird der Abraum mit Hilfe einer Seilwinde abgekarrt.

Auf der anderen Seite der verkehrsreichen Kreuzung, am Ende der Bahnhofstraße, ist zurzeit eine zweite Grube im Bau. Für die Unterquerung der Brückenstraße und des Eipbachtunnels wird die Pressapparatur um 180 Grad gedreht.

Wie Beigeordneter Karl Heinz Sterzenbach und Alexander Schlein von den Gemeindewerken versichern, liegen die Arbeiten im Zeitplan. Die Baufirma Sonntag fährt einen Schichtbetrieb teilweise rund um die Uhr. Bis zur Eitorfer Kirmes Ende September sollen die Gruben wieder zugeschüttet sein. Schlusstermin für die Baustelle ist der 12. November. Ob bereits vorher die Sperrungen aufgehoben werden können, hängt vom Fortschritt der Asphaltierungsarbeiten ab. In diesem Zuge will die Gemeinde auch etwas an den Baumscheiben tun. Als Nebeneffekt des Kanalbaus kündigt Sterzenbach ein schöneres Ortsentree an.

In den beiden nächsten Abschnitten des Sammlers schrumpft der Durchmesser von 1,80 Meter bis auf 40 Zentimeter. 510 Meter in der Siegstraße und 800 Meter in der Bogestraße sind noch geplant. Insgesamt wird die Riesenröhre zur Kläranlage am Ende gut drei Kilometer lang sein und ein Stauvolumen von 10 200 Kubikmetern haben. Die Kosten liegen bei rund elf Millionen Euro.

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