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Rhein-Sieg-Rundschau vom 16.06.2010:
Kosten von 2,3 Millionen Euro - Natursteig Sieg zwei Jahren verspätet
Endlich unter Dach und Fach ist die Wegführung für den Natursteig Sieg. Wanderfreunde müssen sich
aber noch etliche Monate gedulden. Erst im Frühjahr 2011 soll die 2,3 Millionen Euro teure Verbindung
eingeweiht werden.
RHEIN-SIEG-KREIS - Wie Brigitte Kohlhaas vom Referat für Wirtschaftsförderung des Kreises im
Landschaftsbeirat berichtete, gibt es jetzt eine breite Akzeptanz für die 112 Kilometer lange Strecke
zwischen dem Siegburger Wolsberg und der Burgruine in Windeck. Seit Frühjahr 2009 habe der Kreis wegen
verschiedener Interessenkonflikte mit Eigentums- und Jagdrechten am Streckenverlauf basteln müssen,
sagte Kohlhaas. Vor allem der Widerspruch von Jagdgenossenschaften und Jagdpächtern, die gegen die
geplante Route Sturm gelaufen waren, musste in teilweise zähen Verhandlungen überwunden werden. Die
Einigung ist laut Kohlhaas erreicht worden, weil Teile der Strecke, die über Rückegassen führen oder
neu angelegt werden sollten, auf bestehende Wege verlegt wurde. Die Projektsprecherin: "Das hat die
Attraktivität des Natursteigs aber nicht geschmälert!"
An drei Beispielen erläuterte Kohlhaas die insgesamt 19 Änderungen, die der Landschaftsbeirat zustimmend
zur Kenntnis nahm. So wurden die Kreuzung an der Siegbrücke in Hennef-Allner und die steile Steigung in
Müschmühle entschärft. Verlegt wurde die Route auch in Eitorf-Bohlscheid, wo es erheblichen Widerstand
der Jäger gegeben hatte, sowie im Kaltbachtal in Windeck-Röcklingen. Neben entschärften Steigungen sei
die neue Strecke dort jetzt wunderschön zu laufen und biete hervorragende Ausblicke, betonte Kohlhaas.
Zudem blieben Ruhezonen für das Wild erhalten.
Ende dieses Jahres sollen die großen Hinweis-Schilder für den Natursteig fertig werden, so dass sie im
kommenden Frühjahr aufgestellt werden können. Bis zum Jahresende soll laut Kohlhaas auch die weitere
Streckenführung des Siegsteigs von der Burgruine Windeck bis nach Au abgeklärt werden. Scheint also alles
zu sprechen für eine Einweihung 2011 - mit nunmehr zweijähriger Verspätung.
Zu den Kosten steuern EU (Strukturmittel) und Land NRW übrigens 1,78 Millionen Euro bei. Den Rest von
einer halben Million Euro teilen sich der Rhein-Sieg-Kreis und die vier Kommunen Siegburg, Hennef, Eitorf
und Windeck.
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