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Presse




Mitteilungsblatt vom 20.01.2012

Erneuerbare verdrängen Atomenergie

Sonne, Wind und Wasser avancieren zu wichtigen Stromerzeugern und könnten bald klimaschädliche Energiequellen ablösen.

Laut Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft lag im letzten Jahr der Anteil der Erneuerbaren Energien beim Stromverbrauch bei rund 20 Prozent. Damit haben die Erneuerbaren die Atomenergie (18 Prozent) überrundet und nehmen jetzt hinter der Braunkohle (25 Prozent) den zweiten Platz im Energiemix ein. Die wichtigste Energiequelle für den Ökostrom bleibt die Windkraft mit 7,5 Prozent, gefolgt von Biomasse und Sonnenenergie mit jeweils 5,6 und 3,5 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Ökostrom-Anteil im Energiemix bei 18,5 Prozent.

Technisch gesehen könnte schon heute mehr Strom durch Erneuerbare Energien erzeugt werden - abhängig ist dies jedoch von den gegebenen politischen Rahmenbedingungen. Es darf keine Sonderregelungen für Kohlekraftwerke geben, und das Erneuerbaren-Energien-Gesetz sowie der Atomausstieg müssen konsequent umgesetzt werden.

Der steigende Anteil Erneuerbarer Energien in der Stromversorgung zeigt, dass die von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN geforderte Energiewende möglich ist und das Ziel, bis 2020 die Hälfte der Stromversorgung aus Sonne, Wind und Wasser zu gewinnen, erreicht werden kann. Die Entwicklung verdeutlicht zudem, dass unsere zentrale Forderung, die komplette Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern bis 2050 zu erlangen, machbar ist.

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